Zertifikate und Grundlagen

Das Ziel, ein Gleichgewicht der drei Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales herzustellen ist Grundlage der Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001.
Das Ziel, ein Gleichgewicht der drei Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales herzustellen ist Grundlage der Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001.

Doppelte Zertifizierung

Das Nachhaltigkeitsmanagementsystem der Katholischen Akademie besteht im Wesentlichen aus zwei Bestandteilen:

  • Unser Umweltmanagement wird nach den bewährten Standards des Eco Management and Audit Scheme (EMAS) auf Grundlage der EU-Verordnung 761/2001 validiert.
  • Unser Qualitätsmanagement wird gemäß ISO 9001:2008 zertifiziert. Dieses international gültige Normensystem erstreckt sich unter anderem auf die Bereiche Verantwortung der Leitung, Personalmanagement, Kundenorientierung, Beschaffung und Management von Ressourcen.

Im November 2005 wurden diese erstmals extern begutachtet und in den Jahren 2008 (beide Systeme) und 2011 (Qualitätsmanagementsystem) erfolgreich rezertifiziert bzw. -validiert.

Beide Normenkomplexe gehören konstitutiv zum EMASplus-System, das zudem das EU-Konzept der „Corporate Social Responsibility“ (CSR) einbezieht. Dieses Managementsystem zielt gleichermaßen auf die systematische Bewertung und Steuerung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte unserer Arbeit und damit auf eine nachhaltige Ausrichtung der Akademie.

Ehrgeizige Ziele

Neben der Zertifizierung haben wir uns immer wieder ehrgeizige Ziele gesetzt. 2001 bis 2003 wurde für die Akademie zunächst eine Energieanalyse, dann ein umfassendes Energiekonzept erstellt. In diesem Konzept „Energie 2010“ hatten wir uns zur Aufgabe gemacht, die ohnehin anstehenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen auch ökologisch in den Blick zu nehmen und bis 2010 40 Prozent Energie gegenüber dem Ausgangsjahr 2001 einzusparen. Dieses Ziel wurde 2007 im Kardinal Wendel Haus erreicht, ließ sich aber in den Folgejahren nicht immer aufrecht erhalten und schwankt je nach Veranstaltungen, Teilnehmer und Witterung zwischen 36 Prozent und 42 Prozent. Der CO2 Ausstoß hingegen konnte bis 2010 um knapp über 50 Prozent gesenkt werden.

Die Unterzeichnung des 2. Bayerischen Klimabündnisses zwischen der Staatsregierung und den sieben bayerischen Bistümern sowie der evangelisch-lutherischen Landeskirche in unseren Räumen am 11. Januar 2007 nahmen wir zum Anlass, das Energiesparziel um weitere 10 Prozent bis zum Jahr 2010 zu erhöhen.

Mammutprojekt mit Unterstützung

Das Projekt „Akademie 2020“ bündelt und integriert die hinsichtlich der Energieeinsparungen sehr erfolgreichen Einzelmaßnahmen des Konzeptes „Energie 2010“ und führt diese weiter. Wie schon der Projekttitel signalisiert, liegt der Fokus nun nicht mehr ausschließlich auf der Reduktion des Primärenergieverbrauchs und der damit verbundenen Minderung der Kohlendioxid-Emission, sondern auf einer nachhaltigen Ausrichtung der gesamten Akademiearbeit, die selbstverständlich auch energetische Verbesserungen beinhaltet. Dabei werden – unter Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Konzepte für bauliche Optimierungen erarbeitet, Arbeitsabläufe reflektiert und Verbesserungsvorschläge konzipiert sowie nicht zuletzt ehrgeizige Ziele im Bereich der Energieeinsparung vorangetrieben.

Dass dieses Mammutprojekt nicht aus den vorhandenen personellen Ressourcen erarbeitet werden kann, versteht sich von selbst: Seit 2010 fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit einem Betrag von 125.000 Euro an der Katholischen Akademie eine interdisziplinäre Grundlagenstudie zur Kohlendioxidvermeidung. Sie soll unter Berücksichtigung aller Faktoren und Gebäudeteile ein integrales Konzept für die nachhaltige Ausrichtung der Katholischen Akademie in Bayern erarbeitet, an deren Ende eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes von 70 Prozent im Vergleich zu 2001 sowie eine Reduktion des Heizwärmeverbrauchs um 60 Prozent stehen sollen.

Grundlagen

Unser Managementsystem basiert auf den „Leitlinien Nachhaltigkeit“. Sie bilden den Rahmen dafür, wie konkrete Zielsetzungen festgelegt und überprüft werden, und beschreiben die Ausrichtung der Akademiearbeit gleichermaßen für Leitung und Belegschaft. Die Weichen für die Nutzung der Instrumente des Nachhaltigkeitsmanagements werden in den Sitzungen der Steuerungsgruppe gestellt, zu der neben Direktor und Geschäftsführer auch Qualitäts- und Umweltbeauftragter gehören.